
Auf den Spuren der Schwabenkinder
Geschichte erfahrbar machen, ein historisches Bewusstsein schaffen und Gegenwartsbezüge sichtbar werden lassen – diese drei Grundpfeiler einer konstruktiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit vereinte die Exkursion, im Zuge derer sich die Schüler*innen der 3AB vom 27.-29 April 2026 auf die Spuren der Schwabenkinder begaben, in sich.
Am Montag starteten wir mit dem Bus von Innsbruck in Richtung Lindau, wobei ein Zwischenstopp am Arlberg dazu diente, den beschwerlichen Weg der Schwabenkinder zu veranschaulichen. Nach der rund zweieinhalb Stunden dauernden Fahrt kamen wir dann bei der Jugendherberge an. Neben einem überaus lehrreichen Besuch des Cavazzen-Museums rundeten Erkundungstouren durch Lindau sowie ein Kinoabend mit einem Film über das Schicksal der Schwabenkinder den ersten Tag ab.
Der Dienstag sollte für uns ein besonders abwechslungsreiches Programm bereithalten. Nachdem uns unser überaus routinierter Busfahrer bereits in den frühen Morgenstunden nach Ravensburg gebracht hatte, umfassten die vormittäglichen Aktivitäten eine Führung durch das Museum Humpis-Quartier mit einem besonderen Fokus auf dem Schicksal der Schwabenkinder sowie einen Stadtrundgang durch Ravensburg. Als einprägsam erwies sich hierbei der Besuch des Rathauses, in dessen Verlauf wir historisch bedeutsame Räumlichkeiten sowie deren heutige Bedeutung näher kennenlernen durften. Erstaunt konnten wir auch in Erfahrung bringen, dass in jenem Raum, in dem heutzutage regelmäßig Trauungen stattfinden, früher gerichtliche Entscheidungen wie Todesurteile getroffen worden sind. Am Nachmittag bot sich uns dann in Bregenz die Gelegenheit, die Seele ein wenig baumeln zu lassen und dabei die mannigfaltigen Informationen zu verarbeiten. Ganz besonders in Erinnerung bleiben dürfte vielen von uns die Schifffahrt von Bregenz nach Lindau, die einen zarten Hauch von Urlaubsgefühlen aufkommen ließ. Ein abendlicher Spaziergang durch Lindau bereitete auch dem zweiten Tag unserer Exkursion einen würdigen Ausklang.
Nachdem am Mittwochmorgen alle Zimmer geräumt worden waren und wir die Jugendherberge hinter uns gelassen hatten, fuhren wir mit dem Bus ein weiteres Mal nach Bregenz, um die Vorarlberger Landeshauptstadt noch einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Dies geschah im Rahmen einer Stadtrallye, deren Route vom Stadtzentrum über die Oberstadt bis hin zur Seebühne führte. Den einzigartigen Flair am Bodensee genießend konnten wir die malerische Atmosphäre auf uns wirken lassen, bevor wir schließlich gen Heimat aufbrachen.
Pünktlich um 16:00 Uhr kamen wir wieder in Innsbruck an, die zahlreichen gewonnenen Eindrücke werden uns aber noch sehr lange begleiten und auch in Zukunft zu einer kritischen sowie reflektierten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit anregen.
Prof. Schermer im Namen aller Lehrpersonen und Schüler:innen
PS: Vier Schülerinnen der 3A (Katharina, Olivia, Rosa, Valerie) wurden infolge dieses Ausflugs noch von der lyrischen Muße geküsst und fühlten sich inspiriert, ihre Erfahrungen im Rahmen eines Gedichts aufzuarbeiten. Auszüge davon finden sich an dieser Stelle als exklusives Bonus-Material:
Nach der Ankunft ging´s in die Stadt,
dort fand unsere Freizeit statt.
Das Museum besuchten wir auch
und lernten viel über Feiern und Brauch.
Auf dem Boot zu sein
war besser als daheim.
Der Wind wehte durch unser Haar,
das war wirklich wunderbar.
Am dritten Tage fuhren wir viel mit dem Bus,
die Stadtrallye in Bregenz war nämlich ein Muss.
Zum Glück trafen wir auf keinen Sturm,
doch schließlich fanden wir den Martinsturm.
Die schöne Zeit ist nun vergangen,
wir können diese leider nicht mehr fangen.
Aber geschrieben in einem Gedicht
vergisst man diese nicht.
