
Eindrücke von der Gedenkstätten-Exkursion
Nach einer ausführlichen, fächerübergreifenden Vorbereitung unternahmen die 7. Klassen vom 19. bis 20. Februar eine Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen und zum Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim in Oberösterreich. Im KZ Mauthausen sind von den 190.000 Gefangenen innerhalb von sieben Jahren mindestens 90.000 zu Tode gekommen und das Leben an diesem Ort war ein fortwährendes Martyrium. Hartheim ist ein Ort des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Mordprogramms. Hier wurden rund 30.000 Menschen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen getötet.
Nach der Exkursion setzen sich die Schüler:innen schriftlich mit ihren Eindrücken auseinander. Im Folgenden ein Text, der das systematische Verbrechen in Mauthausen beleuchtet
Das ehemalige KZ Mauthausen ist kein Ort, der sich so einfach beschreiben lässt. Es ist ein Ort, der sich ins Gedächtnis einbrennt. Hoch über der Donau bei Linz gelegen, wirkt die Landschaft ruhig und idyllisch. Doch hinter dieser Ruhe verbarg sich systematische Grausamkeit. Wenn man über das KZ Mauthausen nachdenkt, denkt man an Mord, an den Steinbruch und die „Todesstiege“. Gefangene mussten schwere Steinblöcke hinauftragen, eine Arbeit, die weniger dem Bau diente, sondern der Zerstörung von Menschen. Arbeit wurde zur Waffe. Ordnung wurde zum Instrument des Terrors. Erschütternd ist, dass dieses Lager nicht aus Chaos entstand, sondern geplant und organisiert war, unter der nationalsozialistischen Herrschaft. Bürokratie, Befehle und Gehorsamkeit machten das Unmenschliche möglich. Das zeigt, wie grausam die Welt sein kann, wenn Menschen andere Menschen
entmenschlichen. Das KZ Mauthausen bedeutet Erinnerung. Um an das Leid der Opfer zu gedenken und zu mahnen, dass die Geschichte weitergetragen werden muss. Geschichte darf nicht verstummen, denn jedes Erinnern setzt ein Zeichen gegen das Vergessen.
Schüler:innen der 7. Klassen
