
1C_Wir sind Denk!mal_Workshop
Lassen uns die Denkmäler im Stich?
Denkmäler sind für die Ewigkeit gedacht und sollen uns an die Vergangenheit erinnern. In den letzten Monaten aber wurden viele Denkmäler und Statuen im Namen der Gerechtigkeit demontiert oder zerstört.
Aber was genau wird zerstört oder verworfen, wenn alte Denkmäler abgerissen oder Straßen umbenannt werden? Wer hat das Recht, Geschichte neu zu schreiben? Und warum sollten die Spuren der Vergangenheit überhaupt unsere Gegenwart beherrschen?
Denkmäler können sich nicht erinnern. Wenn wir Denkmäler betrachten, müssen wir sie in einen Zusammenhang stellen.
Was sagen Denkmäler uns heute und welche Bedeutung haben sie für die Zukunft? An welche Momente der Geschichte wollen oder sollen wir uns gemeinsam erinnern? Wer ist im öffentlichen Raum sichtbar, wer nicht – und warum?
Als „bewegte Denkmäler“ stellten die Schüler*innen der 1C sich selbst vor dem Landesmuseum, im Hofgarten und neben dem Leopoldsbrunnen mit ihren eigenen Anliegen auf. Statt Denkmälern in Stein die Aufgabe zu übertragen, sich für uns an die Vergangenheit zu erinnern, spornten die „bewegten Denkmäler“ uns an, die Erinnerung an die Vergangenheit und Zukunft lebendig zu halten.
DI Markus Blösl, Berlin