
Spanische Auslandserfahrungen

Anfang September startete unser Erasmus+ Monat in Spanien, und wir wussten noch nicht, wie viele tolle Erfahrungen und unvergessliche Erlebnisse wir sammeln würden. Um all diese Erlebnisse zu schildern, würden wir ein paar beschriebene Seiten benötigen und dann wären bestimmt immer noch nicht alle Highlights erzählt. Deshalb kommt jetzt eine kleine Schilderung der Highlights eines typischen Schulalltages: In der Früh fuhren viele verschiedene Busse aus den jeweiligen Dörfern nach Estella, wo die Schule liegt. Dort wurden wir immer mit offenen Armen vor der Schule von unseren neuen Freund:innen empfangen und besuchten mit ihnen zusammen verschiedene Klassen. Unser Lieblingsfach war Baskisch, weil diese Sprache, die die Zweitsprache in Navarra ist, so lustig klingt und die Lehrerin sehr herzlich zu uns war. Ein weiteres lustiges Fach war Musik, weil wir da immer Lieder einstudierten und das meistens ein ziemliches Durcheinander war. In den Study Times saßen wir meistens in der Cafeteria, wo wir schon Stammgäste waren und manchmal sogar einen gratis Kaffee bekamen. Und natürlich freuten wir uns immer auf die Pause, wo wir mit unseren Freund:innen quatschten und aßen.
Auch unsere Wochenenden waren vollgepackt mit Programm. Wir verbrachten viel Zeit in der Natur. Neben kleinen Wanderungen besichtigten wir auch verschiedenen Orte, wie Bilbao, San Sebastián oder Puente. Dort lernten wir viel über die Kultur kennen und konnten auch unser Spanisch verbessern, da wir mit Verkäufer:innen, Kellner:innen und Einheimischen ins Gespräch kamen. Es war ein unglaubliches Erlebnis, so viele Orte in so kurzer Zeit zu entdecken. Über das Essen kann man jedoch streiten. Einerseits gab es einige Speisen, welche köstlich waren, wie die berühmten Tapas. Dies sind belegte Brötchen, wobei es unzählige Arten davon gibt. Man kann sie zum Beispiel mit Tintenfisch, Sardinen, Käse und sogar mit Erdbeeren und Sahne essen (was besser schmeckt als anfangs gedacht). Andererseits sind die Spanier in Estella sehr sparsam mit den Gewürzen, was uns vor allem bei den Tortillas aufgefallen ist.
Natürlich haben wir uns nicht nur das Essen angeschaut. Wir haben Radrennen und Stierkämpfe besucht, wobei uns erst im Nachhinein aufgefallen ist, dass die Straßen nicht abgesperrt sind und wir womöglich selbst vor dem Stier wegrennen müssen! An den Abenden trafen wir uns mit unseren Schulfreund:innen und hatten eine Menge Spaß in der txabiskue (kommt vom Baskischen: ein Raum, in dem Jugendliche abhängen und Zeit gemeinsam verbringen).
Das Auslandsmonat in Estella war ein großartiges und unvergessliches Erlebnis. Wir haben so viel für die Zukunft gelernt, da wir zum ersten Mal komplett auf uns allein gestellt waren. Es war aufregend, eine andere Kultur kennen zu lernen. Wir sind froh, dass wir an diesem Projekt teilnehmen durften und können dies nur weiterempfehlen!
Livia (6D), Anna & Annabella (7B)



