
Zu Besuch bei Eramatare
Als ehemalige Schülerin des BG/BRG Sillgasse habe ich mit einer Freundin vier Wochen bei deren Partnerschule, der ERAMATARE-School in Tansania verbracht. Die English-Primary School besteht aktuell aus vier Klassen, wobei die Jüngsten in der Nursery Class mit der Englischen Sprache vertraut gemacht werden. Denn die Sprachbarriere ist bei der Bildung wohl eine der größten Hürden, da die Einheimischen vor Ort Swahili oder Maa sprechen und die Kinder daher keinen Kontakt zur englischen Sprache haben, bevor sie im Klassenzimmer sitzen. Das bedeutet, dass in der Schule nicht nur viel neuer Lerninhalt auf die Kinder zukommt, sondern diese Informationen in einer Fremdsprache unterrichtet werden. Umso schöner ist es zu sehen, wie sich im Moment des Verständnisses ein Lächeln auf dem Gesicht der Schüler:innen ausbreitet. Die jungen Schüler:innen sind unglaublich interessiert und es ist erstaunlich was mit ein wenig pantomimischem Einsatz und Geduld erreichbar ist.
In der Nursery Class haben wir mit den Kindern gesungen und ihnen aus Büchern vorgelesen oder Lehrer Ibrah beim Unterrichten unterstützt. Auch in der ersten bis zur dritten Klasse haben wir die Lehrpersonen oft zu ihren Stunden begleitet oder auch selbst unterrichtet.
In der Pause ging es dann immer auf zum neuen Wasserhahn. Dank der/den Ingenieur:innen ohne Grenzen, gibt es bei Eramatare nun nämlich fließendes Wasser: Die Kinder können sich abkühlen, trinken und haben sogar begonnen, einen kleinen Garten anzubauen.
Meine liebsten Erinnerungen durfte ich nach Unterrichtende sammeln: Wir haben Fangen gespielt, es wurde Springschnur gesprungen, getanzt, gesungen und viel gelacht - es war eine unvergessliche Erfahrung.
Leni Draxl, ehemalige Schülerin, Maturantin 2025



