
Kulturaustausch mit unserer Partnerschule in Florenz
Die Woche in Florenz, der Wiege der Renaissance, begann eigentlich noch ganz gewöhnlich – mit fünf Stunden Unterricht. Doch die Vorfreude lag schon in der Luft, und sobald wir uns mit Prof.in Pfenniger und Prof.Winder auf den Weg zum Hauptbahnhof machten, fühlte es sich nicht mehr wie ein normaler Schultag an. Zwischen Snacks kaufen und Koffer schleppen begann unsere Reise. Die lange Zugfahrt mit Umsteigen verging überraschend schnell, und am Abend – gegen halb neun – kamen wir endlich in Florenz an. Dort wurden wir herzlich von einer Lehrerin der Partnerschule und einigen Schüler:innen empfangen. Im Hostel angekommen wartete bereits das erste italienische Abendessen auf uns – Pasta, ein perfekter Einstieg in die Woche.
Gleich am nächsten Tag besuchten wir das Liceo Da Vinci und bekamen einen Einblick in den italienischen Schulalltag, der sich in einigen Dingen von unserem unterscheidet. Wir hatten auch die Möglichkeit mithilfe der Chemielehrerinnen im Chemiesaal Seife selber herzustellen, was sehr spannend war. Am Nachmittag erkundeten wir die Stadt auf eigene Faust, bevor wir uns später beim Baptisterium, das sich in unmittelbarer Nähe zum Dom Santa Maria del Fiore befindet, trafen. Professor Cresti führte uns zusammen mit den Florentiner Schüler:innen durch Florenz und erzählte mit viel Begeisterung von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie der Piazza della Signoria, der Casa di Dante, dem Ponte Vecchio, den Uffizien und anderen historisch bedeutsamen Gebäuden in der Altstadt. Der Tag endete anders als erwartet: Statt bei den Familien der italienischen Schüler:innen zu essen, trafen wir uns alle gemeinsam in einem Restaurant. Auch wenn viele neugierig auf das Familienleben gewesen wären, wurde es ein sehr gemütlicher und lustiger Pizzaabend.

In den folgenden Tagen besuchten wir bekannte Orte wie die Galleria dell’Accademia, die Uffizien und den Palazzo Pitti, wo wir beeindruckende und weltberühmte Kunstschätze wie den „David“ von Michelangelo, Gemälde von Botticelli („Die Geburt der Venus“), Caravaggio, Tizian, Giotto und Piero della Francesca sahen. Trotzdem war die Woche nicht vollgepackt mit Programmpunkten, sondern angenehm entspannt. Wir hatten immer wieder Zeit, Florenz selbst zu erkunden und die Stadt auf unsere eigene Art zu erleben. Besonders schön war auch die gemeinsame Projektarbeit mit den italienischen Schüler:innen, bei der wir das Leben der Jugendlichen in Innsbruck und Florenz zu den Themen: „Street Art“, Freizeitmöglichkeiten, Treffpunkte, Sportaktivitäten und Ausgehen verglichen Dabei zeigten uns die Italiener:innen ihre Stadt aus ihrer eigenen Perspektive (und auch einen Geheimtipp für eine sehr leckere Eisdiele :))
Ein Highlight war der Ausblick von der Piazza Michelangelo, von wo aus man die ganze Stadt und Umgebung überblicken konnte. Solche Momente bleiben besonders in Erinnerung. Am Freitag wanderten wir noch durch das Schulgebäude (mit Pool!) und verabschiedeten uns von unseren Freund:innen bei einem Brunch. Alles in allem war es eine richtig tolle Erfahrung, auf diese Weise eine neue Stadt kennenzulernen. Dass diese Reise durch Erasmus+ ermöglicht wurde, machte sie besonders und wir bedanken uns recht herzlich dafür und unseren zwei begleitenden Lehrpersonen. Die Woche war eine perfekte Mischung aus Programm und Freizeit – und wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben!
Für die Gruppe 6AB der Vernetzten Kulturwissenschaften: Sophia Merkel und Paula Widschwendter
